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anima e passione – Viva Monteverdi

11. November | 19:30

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Musica Antiqua Salzburg und der Tenor Bernd Lambauer würdigen den großen italienischen Meister und „Vater der Oper“ mit einem Programm zu seinem 450. Geburtstag.

Claudio Monteverdis Wahrnehmung und Würdigung vor allem als Musikdramatiker ist in Bezug auf jede seiner Kompositionen – nicht nur seine Opern – anwendbar: Seine Musik ist zweifelsohne stets voll von Gefühl, Drama und Leidenschaft. Oft bestimmt dies bereits der Inhalt des Stücks – vielfach geht es um Liebe und Sehnsucht. So auch in den Stücken aus den Scherzi musicali, deren Veröffentlichung 1607 als ähnlich „revolutionär“ im Hinblick auf seinen Umgang mit Wort- und Gefühlsausdeutung wie die Uraufführung seiner ersten Oper L’Orfeo im selben Jahr zu sehen ist. Auch in seiner geistlichen Musik bleibt Monteverdi stets genanntem dramatischen Prinzip treu: dass er das Lamento d’Arianna latinisiert und der heiligen Maria als bewegenden Klagegesang Pianto della Madonna (aus: Selva Morale e Spirituale, 1641) in den Mund legt, zeigt, dass er bewusst große „Operngefühle“ in geistliche Sphären transferiert. Die ausgelassene Tanzform der Ciaconna schließlich dient Monteverdi in Zefiro torna (1632) zur Charakterisierung des personifizierten Windes, Zephyr, und unterstützt die heitere und spielerische Aufforderung: „Komm zurück, Zephyr!“.

Das Leben und Wirken von Monteverdi und der Übergang von Renaissance in den Barock sind untrennbar miteinander verbunden. Um diese Entwicklung musikalisch und stilistisch kontextualisieren zu können, sollen in diesem Programm neben Kompositionen des Jubilars auch Verbindungen zu Musikern und Komponisten aufgezeigt werden, die für Claudio Monteverdis Leben und Schaffen in verschiedener Hinsicht bedeutend waren: ob als Lehrer, Schüler, Zeitgenosse oder Kollege.
Marc’Antonio Ingegneri, der als Domkapellmeister in Cremona fungierte ist als Monteverdis prägender Lehrer zu sehen: Monteverdi bezeichnete ihn in seiner Einleitung zu den Scherzi musicali als einen maßgeblichen Wegbereiter für sein eigenes Werk und auch die Anleihen von thematischem Material oder Parodien von Werken seines Lehrers zeugen darüber hinaus von seiner großen Wertschätzung. Mit Kompositionen von Dario Castello, dessen virtuose Instrumentatlsätze insbesondere für Bläser sich hoher Popularität erfreuten, Giovanni Battista Riccio, der vornehmlich für ein privates aristokratisches und auch geistliches Umfeld komponierte, sowie Salamone Rossi, der etwa dreißig Jahre am Mantuaner Hof wirkte und seines jüdischen Glaubens wegen dort nur als Instrumentalist und Komponist profaner und hier vorwiegend von Tanzmusik in Erscheinung trat, zeigen wir Werke von musikalischen Zeitgenossen in Monteverdis Wirkungsstätten Mantua und Venedig. Durch Antonio Bertali schließlich erhalten wir einen Einblick in den durch italienische Komponisten und deren Stil geprägten Musikgeschmack in Österreich, der insbesondere durch die Herzogin Eleonore von Gonzaga – in Diensten des Mantuaner Hofs der Gonzaga-Familie stand Claudio Monteverdi 22 Jahre lang – importiert wurde.

Details

Datum:
11. November
Zeit:
19:30
Webseite:
http://sudhaus-hallein.at/veranstaltungen/ensemble-musiqua-antica-salzburg/

Veranstaltungsort

Bürgerspitalskirche
Hallein, Österreich

Veranstalter

SUDHAUS – hallein.kultur