Das musikalische Erbe der Wasa und Habsburger

Quer durch Europa im XVII. Jahrhundert:cantofiorito02
Litauen-Österreich-Slowenien

 

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Vokalensemble Canto Fiorito, Vilnius
Musica Antiqua Salzburg
Leitung: Rodrigo Calveyra

„Das musikalische Erbe der Wasa und Habsburger“ ist eine Kooperation zwischen den Barockensembles „Canto Fiorito“ aus Vilnius und „Musica Antiqua Salzburg“, sowie Slowenischen Musikern. Das Programm besteht aus Musik des 17. Jahrhunderts dieser Länder, wobei die Grundpfeiler die Messe „Sancta Maria“ von Marco Scacchi – Hofkomponist in Vilnius, sowie das „Magnificat“ von Johann Stadlmayr – Hofkapellmeister in Salzburg und Innsbruck, bilden. Außerdem werden Werke von Tarquinio Merula, Giovanni Battista Cocciola, sowie lokalen Komponisten aus Litauen, Polen und Slowenien zu hören sein.
Die Musik wird von 5 Sängern, 5 Instrumenten (Zinken, Posaunen), sowie dem Basso Continuo aufgeführt und reicht von kleinen Instrumentalstücken bis hin zu großen mehrchörigen Werken.

Das Projekt möchte das musikalische Erbe des XVII. Jahrhunderts unter der Herrschaft der Wasa und Habsburger Dynastien entdecken, welches die so weit von einander entfernten Länder wie Litauen, Österreich und Slowenien vereint. Es schildert die kulturellen Unterschiede jedes Landes, als auch seine Gemeinsamkeiten, die es erlauben eine Art gemeinsame europäische kulturelle Identität zu finden.

Das Polnisch-Litauische Reich war eine der größten und bevölkerungsreichsten Monarchien Europas des XVI. und XVII. Jahrhunderts. Von dieser einzigartigen Situation des Wohlstands und des über Jahre anhaltenden Friedens wurden viele musikalische Meister angezogen um hohe Positionen in der Litauisch-Polnischen Musikszene zu beziehen. Es waren dies häufig italienische Komponisten wie Tarquinio Merula, Giovanni Battista Cocciola und Marco Scacchi.

Die Verbindung zwischen dem Hof der Wasa und den Habsburgern war über Jahrhunderte geprägt durch insgesamt 8 Ehen zwischen polnischen Königen und österreichischen Prinzessinnen. Diese Verbindungen vereinfachten Verhandlungen und sicherten Frieden zwischen diesen Ländern. Das Slowenien dieser Zeit war Teil des Habsburgerreichs und ist in seiner Geschichte direkt mit dem Hause der Habsburger verbunden.

Die Konzerte sind für 2016 mit finanzieller Unterstützung der jeweiligen Länder in Litauen, Österreich und Slowenien geplant. Dieses Programm ist der erste Schritt für ein größeres, europäisches Projekt, in dem nicht nur Musik und MusikerInnen aus den genannten Ländern, sondern auch aus Polen, Schweden und Italien vernetzt werden. Wiederum steht das musikalische Erbe der Habsburger in Nord-, Süd-, und Mitteleuropa im Zentrum.

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